7. Schneckentrompeten

Wie bereits oben erwähnt beinhaltet das Neandertaler „Hmmmmm’en“ bei Mithen auch den Einsatz von unmodifizierten Objekten wie durch Hörner und Muscheln zu blasen [1].

Franz Zagiba gibt in „Musikgeschichte Mitteleuropas 1“ einen Überblick über die Instrumententypen von der Steinzeit bis ins Frühmittelalter.

Die Steinzeit wird kurz und bündig behandelt und eine Aufzählung der meisten Instrumente gegeben. Auf die möglichen Holzinstrumente wird nur oberflächlich verwiesen.

Zagiba unterscheidet Schneckentrompeten mit Anblasloch an der Spitze oder seitlich. Seine archäologischen Belege gehören bereits der Jungsteinzeit (ca. 5500 – 2200 v. H.) an.  [2]

 

SchnecktroDer Klangcharakter ist eher der eines Signalinstruments, als der eines Melodieinstruments. Die Schneckentrompete wird auch als Tritonshorn bezeichnet [3].

Nach einer persönlichen Mitteilung von Frau B. M. Pomberger ist das oberösterreichische Exemplar im von Zagiba genannten Museum nicht vorhanden. Es scheint sich hier um eine „Zeitungsente“ zu handeln.



[1] Mithen 2005, 243.

[2] Zagiba 1976, 20.

[3] ebd.

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