Kategorien-Archiv: III. Steinzeit-Musikinstrumente

Bevor der Mensch mit Worten gesprochen hat, hat er sich auf eine mehr musikalische Weise verständigt. Musik als darstellende Kunst ― in unserem heutigen Sinn ― hat sich aber erst zusammen mit der Sprache entwickelt und lässt sich mit homo sapiens sapiens ― dem verständigen Menschen ― in Verbindung bringen. Das zeigt die kognitive Archäologie.
Auch bei den materiellen archäologischen Funden von Musikinstrumenten bildet der moderne Mensch eigene Klasse für sich.

Steine, Hölzer und Knochen, genauso wie auch z. B. Schneckengehäuse, Hörner und Geweihe und auch Tierhäute gehören zu den natürlichen Ressourcen, mit denen schon z. B. der homo habilis (der fähige Mensch) rhythmisch hantiert haben könnte. Solche Percussionsobjekte aus dem Jäger und Sammler-Leben wurden mit großer Wahrscheinlichkeit auch später ― als Musikinstrumente ― eingesetzt.

12. Mirlitons: die “Verzerrer der Steinzeit”

Bereits in der älteren Literatur scheint das sog. Mirliton auf. Dessen Funktionsweise beruht auf dem erzwungene Mitschwingen einer Membran beim Sprechen, Singen, Blasen usw. Eine Art davon beschreibt Curt Sachs im „Handbuch der Musikinstrumentenkunde“ in der „Flatsche“ des Kärntner Lavanttales. … Lesen fortsetzen

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11. Einfachrohrblätter: “Steinzeitsaxophon”

Eine weitere Anblastechnik, die sich mit den sardischen Launeddas vergleichen lässt, liefert wieder Simon Wyatt (vgl. voriges Kapitel): Am Ende eines Federkiels wird Schnitt angebracht und mit einem dünnen Faden aufgespreizt, wodurch der obere Teil beim Anblasen schwingt.Dasselbe probiert er … Lesen fortsetzen

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5. Panpfeifen/-flöten

Nach den neueren Erkenntnissen Victor Grauers ist die Panpfeife ein Musikinstrument, das mit der Auswanderung des Homo sapiens aus Afrika engstens verbunden ist. Als frühen archäologischen Beleg lassen sich nach Grauer die zwei Panpfeifen aus Vogelknochen von Kostenki anführen. Neben … Lesen fortsetzen

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12. Musikbögen und Bumbass

Im Magdalenien (ab ca. 18 000 v. Chr.) findet in Europa eine Revolution in der Waffentechnik statt: Pfeil und Bogen setzen sich durch. Die frühesten Steinprojektile, die aufgrund der Größe als Pfeilspitzen gesehen werden, kommen bereits um 20 000 v. … Lesen fortsetzen

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13. Didgeridoos, Stampfröhren und Maultrommeln

Schraper und Schwirrhölzer bestehen höchstwahrscheinlich ebenfalls wie Flöten und Trommeln häufig aus vergänglichem Holz. Größere mögliche Blasinstrumente, wie das Didgeridoo, wie es von australischen Ureinwohnern bekannt ist, könnten mit der gleichen Technik hergestellt worden sein, mit der Elfenbeinflöten hergestellt wurden … Lesen fortsetzen

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2. Rasseln und Regenmacher

Rasseln aus Keramik sind die ältesten nachgewiesenen, abgesehen von der möglichen Hornrassel in der Hand der Venus von Laussel, aber getrocknete verholzte Hohlfrüchte kommen in natürlicher Form als fertige, taugliche Rasseln vor, und gehören zum frühesten menschlichen Musikinstrumentarium. Im Experiment … Lesen fortsetzen

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3. Schraper

Der Schraper ist ein einfaches, aus der Zeit der Eiszeitjäger überliefertes Instrument. Es handelt sich um Objekte mit gekerbter oder gezahnter Oberfläche, die beim Darüber-Streichen ein ratschendes, kratzendes Geräusch produzieren.   Die Huichol- Indianer Nordamerikas verwenden Schraper in der Nacht … Lesen fortsetzen

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4. Schwirrhölzer

Im archäologischen Befund vertreten, und aus der Ethnologie schon seit langem bekannt, sind Schwirrhölzer. Es handelt sich um flache, lanzettförmige Instrumente aus Holz, Knochen, Geweih oder Elfenbein, die an einer Schnur befestigt um eine Längsachse gedreht werden. Die Vogelherdhöhle an … Lesen fortsetzen

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1. 1. Schlagen, Klopfen und Trommeln

Die Verwendung von Holzgeräten ist anhand moderner Affen schon für den gemeinsamen Vorfahren ― das. sog. missing link ― anzunehmen. [1] Steine und Hölzer wurden auch zur Klangerzeugung genutzt. Es ist z. B.  durch Schlagspuren nachgewiesen, dass Tropfsteine angespielt wurden … Lesen fortsetzen

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